Informationen zu den Selbsttests

 

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

nachdem wir mittlerweile vom Schulministerium Informationen zu den geplanten Selbsttests erhalten haben, möchte ich Sie und Euch nun über die Art und den Ablauf der Selbsttests in Kenntnis setzen. Jede Schülerin und jeder Schüler soll, laut Aussage des Ministeriums, vor den Osterferien einmal die Möglichkeit zur Testung erhalten. Dies hängt jedoch vom Lieferdatum der Testkits ab (Stichwort Wechselunterricht) Die Testung wird von den Lehrerinnen und Lehrern beaufsichtigt, keinesfalls jedoch durchgeführt. Während des Testvorgangs gelten weiter die strengen Hygienevorgaben (Abstand und Händedesinfektion) und die Maske darf nur während der Testung kurz abgenommen werden.

Im Folgenden listen wir Ihnen und euch die wichtigsten Informationen auf, die wir zum Teil wörtlich aus den Vorgaben des Ministeriums übernommen haben: 

Ort und Zeit der Testung

Die Testungen finden in den Klassen 5 bis 8 in der jeweils ersten Stunde des Präsenzunterrichts statt; für EF, Q1 und Q2 wird momentan ein System entwickelt, das zeitnah mitgeteilt wird.

Umgang mit positiven Testergebnissen

Ein positives Ergebnis eines Selbsttests ist noch kein positiver Befund einer Covid-19-Erkrankung, stellt allerdings einen begründeten Verdachtsfall dar. Die betroffene Person muss unverzüglich und in altersgerechter Weise unter Einhaltung der allgemeinen Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen isoliert werden. Ein positives Testergebnis begründet den Verdacht eines Vorfalls im Sinne des § 54 Abs. 4 SchulG; das weitere Vorgehen richtet sich daran aus.

Die Schulleitung informiert die Eltern und entscheidet, ob die Schülerin oder der Schüler nach Hause geschickt wird oder aus der Schule abgeholt werden muss. Eine Nutzung des ÖPNV für die Heimfahrt sollte unbedingt vermieden werden. Kann eine sofortige Abholung durch die Eltern nicht gewährleistet werden, muss ein vorübergehender geschützter Aufenthalt in der Schule sichergestellt werden.

Bei positivem Testergebnis besteht keine Meldepflicht gegenüber dem Gesund-heitsamt; auch informatorische Kontaktaufnahmen der Schulleitung mit dem Gesundheitsamt oder Nachfragen sollten unterbleiben. Die Schulleitung kann in eigener Verantwortung aufgrund von § 54 Abs. 4 Satz 3 SchulG (Gefahr im Verzug) handeln. Durch die nachfolgende PCR-Testung (s.u.) ist die Einbindung des Gesundheitsamts gewährleistet. Die Schule hat die Fälle positiver Selbsttests mit Name, Tag und Lerngruppe zu dokumentieren. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales weist hier auf Folgendes hin:

Ein positives Selbsttestergebnis ist durch eine PCR-Testung zu bestätigen. Hierfür muss umgehend durch die betroffene Person bzw. deren Eltern/Personen-sorgeberechtigte von zuhause aus Kontakt mit der Hausärztin/dem Hausarzt bzw. der Kinderärztin/dem Kinderarzt aufgenommen und ein Termin vereinbart werden. Eine erneute Teilnahme der Schülerin oder des Schülers am Unterricht ist erst mit einem negativen PCR-Test wieder möglich. Bis zum PCR-Testtermin sollte sich die Person in freiwillige häusliche Quarantäne begeben, um der Gefahr von Ansteckungen vorzubeugen. Bei einem positiven PCR-Nachweis erfolgen die weiteren Schritte nach Maßgabe der landesrechtlichen Verordnungen (u.a. häusliche Absonderung auch für Familienangehörige und ggf. die Lerngruppe, die Klasse, Kontaktpersonen).

Ein COVID-19-Verdachtsfall auf der Grundlage eines Selbsttests an einer Schule bedeutet seitens des Gesundheitsamts in der Regel nicht, dass eine Klasse in Quarantäne geschickt oder die gesamte Schule geschlossen wird. Die Schülerinnen und Schüler mit negativem Testergebnis können weiterhin die Schule besuchen. Auch Schülerinnen und Schüler ohne Test dürfen weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen.

Die direkten Sitznachbarn bzw. engen Kontaktpersonen (sog. „social bubble“) des betroffenen Verdachtsfalls sind allerdings aufgefordert, bis zum Vorliegen des PCR-Testergebnisses des Verdachtsfalls nicht nur strikt die Infektions- und Hygienemaßnahmen einzuhalten (unabhängig von Aufenthaltsort oder auch im Sportunterricht), sondern auch nicht notwendige Kontakte nach der Schule zu vermeiden.

https://www.schulministerium.nrw/selbsttests

Datenschutzrechtliche Vorgaben in Bezug auf die Ergebnisse

Die Lehrkräfte wirken darauf hin, dass die Testergebnisse der Selbsttests in der Klasse oder im Kurs auch bei negativer Testung vertraulich behandelt werden (kein Präsentieren oder Herumzeigen von Testergebnissen). Im Falle einer positiven Testung wird der Kreis der informierten Personen auf das absolut notwendige Mindestmaß beschränkt werden.

Widerspruchsmöglichkeiten

Um eine Wirkung zu ermöglichen, sollen die Testungen möglichst flächendeckend bzw. bei allen Schülerinnen und Schülern in der Schule durchgeführt werden. Gleichwohl: Die Testung ist freiwillig. Bei Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres können die Eltern Widerspruch gegen die Teilnahme ihres Kindes an der Testung erheben. Bei einem Widerspruchsverfahren müssen nur die Eltern aktiv werden, die tatsächliche Einwände gegen den Test haben. Eine separate Einverständniserklärung wird es demnach nicht geben.

https://www.schulministerium.nrw/selbsttests

Auch diese neue Herausforderung werden wir wieder gemeinsam meistern und zu einem guten Ende bringen!

Herzliche Grüße

Dr. Th. Biegel, OSTD

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